John Simon, Jr. – Authorship, Creativity, and Code (Creative Code, John Maeda)
10. November 2009
John Simon Jr. sieht Programmieren als neues Werkzeug für Künstler, welches es erlaubt neue Werkzeuge zu erstellen und sich so von den Beschränkungen von Kommerziellen Werkzeugen zu lösen.
Hauptaufgabe dieser Werkzeuge ist das unermüdliche immer wieder interpretieren von simplen Anweisungen, analog zu den metaphorischen unendlich Affen an unendlich Schreibmaschinen. Durch diese ständige Iteration und die mathematische Beschreibung der Anweisungen lässt sich Selbstähnlichkeit, Symmetrie und Rhythmus besonders einfach umsetzen. Dies sind die am häufigsten anzutreffenden Artefakte des Mediums der generativen Kunst.
Ein Beispiel ist die Erstellung eines Baumes durch ein Programm. Der Künstler gibt nur die Regeln vor wie die einzelnen Bestandteile auszusehen haben und wie sie aneinander gefügt werden. Der Computer generiert daraus einen Stamm, die Äste und Blätter eines Baumes. Beliebig viele weitere Bäume lassen sich auf diese Weise erschaffen.
Es scheint so, als würde der Mensch an Wichtigkeit verlieren und der Computer alle Arbeit verrichten. Doch das entspricht nicht ganz der Wahrheit, es wird immer ein Künstler nötig sein um die Regeln nach seinen Wünschen anzupassen und aus der Fülle von Ergebnissen die besten auszuwählen.
Die unendlich Affen könnten tatsächlich in unendlicher Zeit alle Werke William Shakespeares zu Papier bringen, doch bräuchte man immer noch einen Menschen um dies zu erkennen.
Beispiele seiner Arbeiten kann man unter www.numeral.com sehen.